Wissenschaftliche Beiträge

Diese Info-Tafel erweitert unsere Ausstellung seit September 2022 und soll bei Bedarf helfen, bestimmte kritische Fragen zur Plausibilität der biblischen Urgeschichte zu beantworten.
Fragen, bei denen diese Tafel hilfreich sein kann:
Wie plausibel ist das biblische Alter der Erde angesichts der Aussagen heutiger Mainstream-Wissenschaftler? (Feld 1-5)
Wie kann es sein, dass die Menschen vor der Flut so alt wurden? (Feld 6)
Ist die Geschichte von der babylonischen Sprachverwirrung glaubwürdig? (Feld 7-9)
Feld 1:

Info-Quelle dieser Grafik: M. Brandt, Wie alt ist die Menschheit?
Das Alter der Menschheit wird allgemein auf etwa 2 Mio. Jahre geschätzt.
Basis dieser Altersangabe:
Radiometrische Datierungen der geologisch ältesten bekannten Knochenüberreste des echten Menschen.
Es bieten sich aber auch weitere Möglichkeiten der Datierung an, zwei davon wären:
Geschwindigkeit des Bevölkerungswachstums
Menge an hinterlassenen Steinwerkzeugen
Die wissenschaftliche Untersuchung von Michael Brandt kommt zu dem Schluss, dass die beiden letzteren Datierungsmöglichkeiten einen viel kürzeren Zeitrahmen für die Menschheitsgeschichte erfordern. Sein Fazit: Die konventionelle radiometrische Datierung kann nicht stimmen.
Überleitung: Schauen wir uns die Probleme der radiometrischen Datierung genauer an!
Feld 2:

Die Grafik mit dem tropfenden Hahn ist der ideale Einstieg: Niemand würde hier glauben, dass sein Hahn seit 100 Tagen tropft. Es gibt zu viele unbekannte Faktoren.
Ähnlich ist es mit der Radiometrie: Man misst nicht Zeit, sondern die Menge der vorhandenen Stoffe. Aber niemand kennt die Ausgangssituation!
Die Probemessungen am St. Helens liefern anschauliche Beispiele für die Unzuverlässigkeit solcher Messungen.
Feld 3:

Das hohe Alter der Erde wird häufig mit geologischen Formationen begründet bzw. gestützt, für deren Entstehung angeblich Millionen Jahr nötig sein sollten.(Uniformismus = alles läuft wie es schon immer lief)
Der Ausbruch des Mount St. Helens belegt, wie solche Formationen innerhalb kürzester Zeit entstehen können.(Katastrophismus = durch Katastrophen lief manches früher ganz anders als heute)
Feld 4:

Eine weitere (4.) Möglichkeit zur Abschätzung des Alters der Menschheit ist die moderne DNA-Forschung.
Im Allgemeinen geht man davon aus, dass alle heutigen Menschen von einer gemeinsamen Mutter („Eva“) abstammen. Demnach müssten vor ca. 100.000 bis 200.000 Jahren alle anderen Frauen ausgestorben sein, und diese eine wurde die Mutter der heutigen Menschheit. Die Basis für diese Annahme bietet die Auswertung des Erbguts unterschiedlichster Völker. Natürlich kann man nicht das Erbgut der „Eva“ untersuchen, aber anhand der Degeneration unseres Erbguts kann man Berechnungen darüber anstellen, vor wie vielen Generationen die „Eva“ gelebt hat.
Um die Anzahl dieser Generationen zu bestimmen, muss man wissen, wie schnell das Erbgut degeneriert, bzw. wie viele Mutationen im Erbgut von einer Generation zur nächsten stattfinden. Das Beispiel der Zarenfamilie zeigt, dass die Degeneration viel schneller stattfindet, als man bis dahin glaubte. Legt man sich diese Untersuchung zugrunde, lebte „Eva“ vor ca. 6000 Jahren – was sehr gut zum biblischen Bericht passt.
Feld 5:

Sehr bemerkenswert ist dabei, dass der gemeinsame Vater der Menschheit gemäß den Berechnungen eines (schöpfungsgläubigen) Wissenschaftlers vor ca. 4500 Jahren gelebt haben muss.
Wie die Grafik zeigt, passt eine zeitliche Differenz zwischen dem gemeinsamen Vater aller heutigen Menschen (Noah) und ihrer gemeinsamen Mutter (Eva oder eine ihrer (Groß-)Töchter) perfekt in die biblische Datierung unserer Urgeschichte!
Feld 6:

Laut Bibel wurden die Menschen vor der Flut im Durchschnitt 912 Jahre. Es lässt sich keine steigende oder fallende Tendenz erkennen. Heute erreichen die wenigsten Menschen ein Zehntel dieses Lebensalters. Daher erscheint es zunächst unrealistisch.
Bemerkenswert ist jedoch, dass es keinen plötzlichen „Bruch“ in der Lebenserwartung gibt (keine „andere Zeitrechnung“ oder so etwas), sondern dass diese nach der Flut „fließend“ sinkt:
Die erste Nachflut-Generation (Arpakschad) erreicht knapp die Hälfte der Vorsinflut-Lebensdauer. In der vierten Generation (Peleg) wird das Lebensalter wiederum in etwa halbiert. Dann geht es langsamer abwärts. Insgesamt passen die biblischen Lebenserwartungs-Angaben sehr gut in eine Exponentialkurve. Das spricht dafür, dass diese Zahlen nicht ausgedacht sein können.
Die Kurve zeigt, dass nach der Sintflut im Erbgut der Menschen ein schneller Verfall eingetreten sein muss.
Feld 7+8:

Gemäß der Evolutionstheorie sollten alle heutigen Sprachen einen gemeinsamen Ursprung haben.
Nachweislich gibt es jedoch 153 Sprachfamilien, die untereinander nicht verwandt sind.
Das spricht für eine unabhängige Entstehung von 153 verschiedenen Ursprachen, aus denen sich die heutigen Sprachen herausgebildet haben.
Gemäß dem biblischen Bericht ist eine Anzahl von 153 Familien zum Zeitpunkt des Turmbaus (ca. 100 Jahre nach der Sintflut) absolut realistisch.
Die Idee zur Forschung der Sprachentwicklung und Abstammung kam am Ende des 18. Jahrhunderts auf, als Sir William Jones eine gemeinsame Quelle für Griechisch, Latein und Sanskrit vermutete.
Die Historische Forschung hat jedoch ihre Grenzen, da sie auf schriftliche Zeugnisse zurückgreifen muss. Mitte des 20. Jahrhunderts gab es einen Durchbruch, als Joseph Greenberg die Vergleichende Forschung entwickelte, bei der Wort-Muster der Sprachen miteinander verglichen werden. Hier ein Beispiel:
Deutsch: Meer verboten Mensch
Tonga: tahi tapu tanata
Hawaii: kai kapu kanaka
Quelle: https://creation.com/the-tower-of-babel-account-affirmed-by-linguistics
Feld 9:

Alle frühen Hochkulturen sind relativ wenige Jahrtausende alt und tauchen recht plötzlich in der Geschichte auf. Das ist ein Hinweis auf hohe Intelligenz der frühen Menschen und ein technisches Können, das von den Überlebenden der Sintflut überliefert worden sein könnte. Aber auch die hohe Lebenserwartung der ersten Generationen nach der Flut begünstigt eine schnelle technische Entwicklung, die zum Bau der großen Türme (u.a.m.) nötig war.
Die genaue Datierung der frühen Hochkulturen ist nicht möglich, denn die Geschichtsschreibung reicht nicht weit genug zurück. In naher Vergangenheit wurden solche Datierungen immer wieder nach vorne korrigiert (die Kulturen wurden also „jünger“ gemacht als man zuerst annahm).
Beispiel der am weitesten zurückreichenden Geschichtsschreibung:

Grundsätzlich kann man beobachten: Je älter eine Hochkultur, desto näher liegt sie an Mesopotamien. Das ist ein Hinweis dafür, dass die „Wiege der Zivilisation“ in Mesopotamien lag – wie auch die Bibel es berichtet.
