
Zwanzig Funde aus dem Vorderen Orient, die die Glaubwürdigkeit des Alten Testaments bezeugen
Steine, die reden
Wer die Bibel liest, betritt keine Märchenwelt. Ihre Berichte spielen an realen Orten, in realen Reichen, unter realen Königen. Genau das lässt sich prüfen – denn der Boden des Vorderen Orients hat unzählige Zeugnisse jener Zeit bewahrt: Steine, Tontafeln, Zylinder und Prismen, die von denselben Königen, Völkern und Ereignissen sprechen, die auch in der Bibel vorkommen.
Diese Station versammelt zwanzig solcher Funde. Manche nennen ein Volk oder einen König ausdrücklich beim Namen, den auch die Bibel kennt. Andere bestätigen einen Feldzug, eine Belagerung, einen Herrscherwechsel. Keiner dieser Steine wurde geschaffen, um die Bibel zu beweisen – sie entstanden unabhängig von ihr, oft von Gegnern Israels. Gerade darin liegt ihr Gewicht.
Zu jedem Exponat finden Sie hier einen kurzen Steckbrief (Material, Fund, Datierung, heutiger Standort), eine Erklärung, was das Stück bedeutet und woher es stammt, und schließlich den Bezug zur Bibel. Den Abschluss bildet jeweils eine Liste der Quellen, damit Sie das Gesagte selbst nachprüfen können.
01Merneptah-Stele (Israel-Stele)
02Mescha-Stele (Moabiterstein)
03Tel-Dan-Inschrift („Haus-David“-Inschrift)
04Bileam-Inschrift
05Jabin-Tafel
06Goliath-Scherbe (Tell-es-Safi-Inschrift)
07Schwarzer Obelisk Salmanassers III. – König Jehu
08Joas-Inschrift (Joasch-Inschrift)
09Ussija-Tafel (Asarja-Tafel)
10Sargon-II-Zylinder
11Sanherib-Prisma (Taylor-Prisma)
12Esarhaddon-Prisma – König Manasse
13Siegesstele Esarhaddons (Zincirli-Stele)
14Hiskia-Tunnel-Inschrift (Siloah-Inschrift)
15Nebukadnezar-Ziegel aus Babylon
16Nabonid-Zylinder von Ur
17Nabonid-Chronik
18Babylonische Chronik – Belagerung Jerusalems
19Rationstafeln Jojachins (Jekonjas)
20Kyrus-Zylinder
Weitere Quellen und Literatur
Die meisten der hier gezeigten Artefakte werden ausführlich in dem unten genannten Begleitbuch beschrieben. Es bietet weiterführende Informationen, Abbildungen und Belegstellen zu jedem einzelnen Stück.
Zusätzlich stützt sich die Darstellung auf die Editionen der jeweiligen Königsinschriften (u. a. die Reihen RIMA und RINAP), auf die Sammlung „Ancient Near Eastern Texts“ (ANET), auf das Corpus „Kanaanäische und Aramäische Inschriften“ (KAI) sowie auf die Kataloge der aufbewahrenden Museen (British Museum, Louvre, Israel-Museum, Pergamonmuseum, Ägyptisches Museum Kairo, Archäologisches Museum Amman und Istanbul).
Für einen zugänglichen Gesamtüberblick sei zudem auf zwei Handbücher verwiesen, die viele der hier gezeigten Stücke ausführlich behandeln und bebildern: J. Randall Price, The Stones Cry Out. What Archaeology Reveals About the Truth of the Bible (Eugene/Oregon: Harvest House, 1997); sowie J. Randall Price / H. Wayne House, Zondervan Handbook of Biblical Archaeology (Grand Rapids: Zondervan, 2017).
Die biblischen Bezüge sind jeweils im Text mit Stellenangaben versehen, damit Sie sie in Ihrer eigenen Bibel nachlesen und nachprüfen können.
